Feuchtigkeit ist die Ursache von Wohnungsschimmel
Schimmelpilzbildungen in Wohnungen, Feuchtigkeitsschäden an Flachdächern oder Wassereintritte in Keller, in all diesen Fällen ist Wasser an den Bauschäden beteiligt und konnte in das Gebäude eindringen.
Auch die Diskussion über Schimmelpilzbildungen in Wohnungen und deren Ursachen ist eine häufige Erscheinung. In vielen Fällen sind sie auch Ursache von langwierigen Streitfällen und landen dann letztendlich vor Gericht. Dieses Problem tritt sowohl bei Neubauten als auch bei Altbauten immer wieder in Erscheinung.
Grundsatz: Wasser weg vom Bau
Was ist die Ursache von Schimmel in einer Wohnung? Ist er baulich bedingt oder sind die Nutzer durch nicht angepasste Heizung und Lüftung dafür verantwortlich? Über solche oder ähnlich Fragestellungen wird oft sehr heftig gestritten.
Von Schimmelpilzbildungen können alle Räume in einer Wohnung betroffen sein. Überwiegend treten sie jedoch in Schlafzimmern, Badezimmern oder in Küchen auf. Jedes Mal stellt sich dann die Frage nach dem Grund dieser Erscheinungen. Oft ist es erst nach aufwendigen Untersuchungen und/oder Berechnungen möglich, die Ursachen einzugrenzen. Häufig stellt sich auch heraus, dass nicht eine Ursache allein maßgebend war, sondern sich mehrere Ursachen überlagern.
Alle Fälle haben jedoch gemeinsam, dass Feuchtigkeit längere Zeit auf die Bausubstanz eingewirkt haben muss. Diese Feuchtigkeit ist neben anderen Faktoren die wichtigste Bedingung für das Auftreten von Schimmelpilzen. Somit zeigt sich auch bei der Behandlung dieses Themas, dass der alte Spruch „Wasser weg vom Bau”, nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.
Die Bauphysik lässt sich nicht überlisten
In meinem Blog "schimmelpilze.online" versuche ich bereits seit vielen Jahren über das Thema Schimmel in Wohnungen zu informieren. Insbesondere halte ich es für wichtig, Wohnungsnutzern, potentiellen Bauherren, Wohnungskäufern oder auch Vermietern bauphysikalische Vorgänge nahe zu bringen. Die Bauphysik lässt sich nun mal nicht überlisten und führt zwangsläufig zu Schäden, wenn sie bei der Planung eines Gebäudes aber auch bei der Nutzung nicht beachtet wird.
Schimmel in Wohngebäuden kann vielfältig sein
Die nachfolgende Artikel sind ein kurzer Streifzug durch die vielfältigen Erscheinungen von Schimmelpilzbildungen in Wohnungen. Aufgrund der Vielfalt an Ausprägungen und deren Ursachen können sie zwangsläufig nur einen begrenzten Ausschnitt darstellen. Wer mehr erfahren möchte, kann sich gern auf meinem Blog weiter informieren.
Schimmel im Keller
Im Sommer und in der Übergangszeit kann durch Lüftung warme und feuchte Luft in den Keller gelangen. Hierbei kühlt sich die eintretende Luft ab, wodurch sich die relative Luftfeuchte erhöht. An kalten Wandoberflächen oder an kalten Oberflächen von Lagergut kann in diesem Fall Tauwasserbildung oder eine hohe relative Luftfeuchte entstehen. Bei häufigem Auftreten von Tauwasser wird es zu Durchfeuchtungen des Bauteils oder des Lagerguts kommen und in der Folge können sich dann Schimmelpilzbildungen ansiedeln. Hierfür ist nicht zwingend Tauwasserbildung erforderlich. Es genügt, wenn über einen längeren Zeitraum an der Oberfläche eine relative Luftfeuchte von mindestens 80 % vorliegt.
Durchfeuchtungen aus der Bauphase können Schimmel verursachen
Durchfeuchtungen, welche durch fehlenden Regenschutz während der Bauphase entstehen, führen oft zu Schimmelpilzbildungen in den ersten Jahren nach dem Einzug, da sie für den Nutzer nicht zu erkennen sind.
Insbesondere hinter Schränken, an denen aufgrund der Möblierung auch die Austrocknung sowie die Belüftung und Beheizung reduziert sind, muss dann mit Schimmel gerechnet werden.
Schimmel an einer auskragenden Balkonplatte
Von innen nach außen durchlaufende Balkonplatten stellen unzulässige Wärmebrücken dar, wenn sie keine thermische Trennung aufweisen oder keine sonstigen Wärmeschutzmaßnahmen aufweisen.
Hierdurch kommt es zu niedrigen Temperaturen an den inneren Deckenwandkanten, so dass dort das Risiko für Schimmelpilzbildungen ansteigt.
Generell müssen Wärmebrücken in Gebäuden möglichst entschärft werden.
Schimmel im Fußboden nach einem Wasserschaden
In einer bestehenden Wohnung im Erdgeschoss war ein Wasserschaden aufgrund einer verstopften Fallleitung aufgetreten. Als Folge des Wassereintritts war Wasser in den Fußbodenaufbau des Wohnzimmers in der Wohnung gelaufen. Der Wasserschaden wurde erst nach mehreren Tagen bemerkt.
Hier war es notwendig zu untersuchen, ob sich im Hohlraum des schwimmenden Estrichs Schimmel gebildet hatte.
Schimmel in einem ungedämmten Dachgeschoss
An einem Gebäude mit insgesamt zwei Dachgeschossen wurden im Zuge einer Altbausanierung Umbaumaßnahmen durchgeführt. Das obere zweite Dachgeschoss war nicht wärmegedämmt und auch nicht genutzt. Hierbei handelte es sich um einen unbeheizten und ungedämmten Spitzboden.
Das erste Dachgeschoss war zu einem Wohnraum umgebaut worden.
Einige Zeit nach der Sanierung hatte man an dem Gebäude im zweiten Dachgeschoss, welches nicht gedämmt war, Feuchtigkeitserscheinungen in Form von Schimmelpilzbildungen festgestellt.
Da die Ursachen der Feuchtigkeitserscheinungen nicht bekannt waren, wurde ich vom Bauherrn mit der Untersuchung des Gebäudes beauftragt.
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